20. Februar 2018

Astronautenpuschen für den Sohn

Eigentlich will ich hier schon länger ein paar neue Sachen für mich zeigen, aber irgendwie komme ich nicht dazu, mal rufen die Skier, mal sind Kinder krank, mal ist sonst was. Heute gibt es also "nur" eine Kleinigkeit. Der Sohn brauchte neue Puschen für die Kita.



Da das Thema Weltraum hier nach wie vor beliebt ist, gab es dazu passendes Webband. So passen die Puschen auch hervorragend zum Raketenpulli.



Puschennähen mag ich ja total gerne, aber jedes Mal scheitere ich irgendwie daran das Gummi gut einzuziehen. Entweder ist es zu eng oder zu weit und die Nahtstelle bekomme ich auch irgendwie nie gut versteckt.



Genäht sind sie wieder aus superweichem Ecopellleder. Nur die Sohlen sind aus einem dicken, robusten Leder gemacht.



Der Sohn ist jedenfalls begeistert und hütet sie wie einen Schatz.

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Schnitt: Puschen von Klimperklein
Stoff: Ecopellleder von Kuhhandel
verlinkt bei: Kiddikram, creadienstag

9. Februar 2018

Meine persönliche Schnittmuster Top 10 - der Blog wird 2!

Vor genau zwei Jahren habe ich meinen kleinen feinen Blog hier gestartet. Das Ziel war, meine genähten Sachen festzuhalten, quasi ein persönliches Archiv anzulegen und mich mit anderen Nähbegeisterten auszutauschen. Dieses Ziel habe ich für mich voll erfüllt. Es ist toll zu sehen, was in zwei Jahren alles entsteht, wie die Kinder wachsen und sich ihre Bedürfnisse verändern, wie ich neue Schnittmuster ausprobiere oder auf alte zurückgreife. Es ist auch interessant zu sehen, was sich die Anderen, also ihr, gerne von mir anschauen und was beliebt ist.

Mein erstes Kleidungsstück, was es auf den Blog geschafft hat, war damals dieses Spitzenshirt. Das gehört tatsächlich immer noch zu meinen Lieblingsstücken. Anderes habe ich genäht und dann doch nicht getragen. Einige Schnittmuster haben sich für mich nicht bewährt, andere nähe ich rauf und runter. Dieser zweite Bloggeburtstag schien mir ein perfekter Anlass dafür zu sein, zurückzuschauen und meine persönliche Top 10 zu erstellen. Das sind Schnittmuster, die ich bisher am häufigsten genäht habe, die ich einfach immer wieder gerne nähen oder die für mich einfach zu einer Grundgarderobe dazugehören oder gleich alles zusammen. Die Reihenfolge hat sich übrigens einfach so ergeben, es gibt bei mir also keinen 10. oder 1. Platz. Ich finde diese Schnitte alle gleich toll und kann sie uneingeschränkt weiterempfehlen. Wenn ihr euch die einzelnen Sachen nochmal im Detail anschauen wollte, dann klickt einfach auf das entsprechende Foto.


1) Jacke von Klimperklein
Ich glaube dieses Schnittmuster habe ich bisher tatsächlich am häufigsten genäht. Schon vor dem Blog sind hier zahlreiche Sweatjacken mit Kapuze oder mit Kragen entstanden. Auch eine Softshelljacke für die Tochter habe ich mit Hilfe dieses Ebooks genäht. Und zwei Walkjacken für die Kinder hat es in den letzten zwei Jahren gegeben.





2) Robin Hoodie von Fabelwald
Dieser Schnitt kann einfach alles: vom coolen Hoodie, über einen einfachen Pulli, bis zum lässigen Oberteil mit asymmetrischem Saum. Und weil er dabei auch noch eine gute Figur macht, ist er hier sehr beliebt. Immerhin habe ich fünf Stück innerhalb eines Jahres genäht.





3) Trägerkleid von Klimperklein
Das ist ein wahres Allround-Kleid: im Sommer luftig mit Trägern oder hübschen Flügel- oder Käppchenärmeln und im Winter mit langen Armen, dazu gibt es diverse Rockteile und Teilungsmöglichkeiten. Es hat zwar länger gedauert bis ich diesen Schnitt für die Tochter entdeckt habe, aber dafür gehört er nun zu den absoluten Lieblingsschnitten.





4) Longsleeve & Schmalhans von der Erbsenprinzessin und Raglanshirt von Klimperklein
Ok, das ist geschummelt! Hier verbergen sich gleich drei Schnitte in Einem, aber die Shirts habe alle drei gleich gerne. Das Longsleeve nehme ich gerne für etwas dickere Stoffe oder für Schlafanzüge und Schmalhans und das Raglanshirt nehme ich ganz besonders gerne für T-Shirts.





5) Kid Shorts von MADE & Sachensuchershorts von Fabelwald
Auch hier muss ich wieder ein wenig mogeln, aber ich finde beide Schnittmuster wirklich großartig für Shorts. Die Sachensuchershorts ist vor allem für Mädels toll und ist auch schon was für jüngere Kinder. Die Kid Shorts ist vor allem was für ältere Jungs, die Skaterversion ist nämlich unglaublich cool.





6) Coole Kappe von Erbsenklein (Erbsenprinzessin und Klimperklein)
Es gibt keine coolere! Sowohl für Kinder als auch für Erwachsene ein absoluter Sonnenschutzfavorit. Und so beliebt, dass ich schon zwei auf Bestellung genäht habe.





7) Babyshirt von Klimperklein
Fast kein Babyoutfit ohne Babyshirt. Dieses Schnittmuster war eins der ersten Ebooks, die ich mir gekauft habe und seitdem habe ich es rauf und runter genäht.





8) Checkerhose von Klimperklein
Dies ist meine liebste gemütliche Hose für Babys und Kleinkinder. Sie sitzt schön lässig, kann mit oder ohne Taschen und mit langen Beinbündchen genäht werden. Was will man mehr?!





9) Betula von Fabelwald
Der Schnitt ist noch gar nicht so alt und schon ein absoluter Liebling. Zwei Pullis werden hier ständig angezogen und eine dritte Version wartet noch darauf verblogt zu werden.





10) Liv von Pattydoo
Dies ist mein Grundschnitt für alle Basicshirts für mich. Er sitzt einfach super und ich bin rundum zufrieden.




Puh, da ist ganz schön was zusammengekommen. Und ich find das so cool all die tollen Sachen und Lieblingsstücke auf einem Fleck zu sehen.

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verlinkt bei: Freutag

6. Februar 2018

Einkaufstasche, Kamellebeutel oder Halloweensäckchen für Kleinkinder - ein kleines Tutorial

Ich habe letztens ein paar kleine Einkaufsbeutel für den Kaufladen genäht. Die Taschen kommen hier total gut an und werden nicht nur zum spielerischen Einkaufen genutzt, sondern auch beim richtigen Supermarkt um die Ecke oder für den Transport von Puppensachen, Ketten, Legosteinen, Spielzeugautos und und und.


Man könnte sie auch als nette Geschenkverpackung für einen Kindergeburtstag nehmen oder eben (passend zur Jahreszeit) als Kamellebeutel beim Karnevalszug oder beim Süßigkeitensammeln an Halloween. Ganz nebenbei wird man noch ein paar Webwarereste los.


Und weil ich die Herstellung (besonders eigentlich die Maßangaben) vor allem für mich festhalten wollte und dachte, dass es vielleicht auch noch Andere interessiert, habe ich ein kleines Tutorial von dem Prozedere erstellt.


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Man braucht (alles inklusive 1cm Nahtzugabe):

  • ein einzelnes Stück Stoff mit 56cm x 25cm
  • oder zwei Stoffstücke mit je 29cm x 25cm
  • und zwei Stoffstreifen mit je 28cm x 6cm.




Die beiden Stoffstreifen werden zunächst jeweils längs in der Mitte links auf links gefaltet und gebügelt. Dann wieder auseinandergefaltet und nun werden beide Seiten zur Mitte hin gefaltet (links auf links) und gebügelt (1) und dann übereinander gefaltet und ebenfalls gebügelt (2). Zum Schluss werden die Streifen entweder rundherum oder nur an der offenen Seite abgesteppt (3). Fertig sind die Träger.



Die Tasche selbst wird entweder quer in der Mitte rechts auf rechts gefaltet oder rechts auf rechts übereinander gelegt. Nun werden die Seitennähte geschlossen und versäubert, siehe rote Linie im Bild. Bei den zwei Stoffstücken wird auch der Boden zugenäht und versäubert.



Nun wird die obere Kante 1,5cm nach innen umgeschlagen und gebügelt (1). Damit der Rand hübsch aussieht und nicht ausfranst, wird diese Kante ein weiteres Mal umgeschlagen und natürlich gebügelt (2). Mit dem Feststeppen warten wir noch.



Jetzt macht man jeweils 6,5cm von den Seitennähten eine Markierung, 4 Markierungen insgesamt (1). Dann legt man ein Ende von einem Träger an einer Markierung unter den zuvor gebügelten Umschlag (2). Der Träger wird dann hochgeklappt und festgesteckt (3). Schließlich wird der Träger an dieser Stelle mit einer kleinen X-Box fixiert, wobei man die Naht am unteren Ende des Umschlags weglassen kann, da dort gleich noch abgesteppt wird (4). Dieses Prozedere wiederholt man an allen vier Markierungen und achtet darauf, dass die Träger sich nicht verdrehen.



Von der rechten Seite sollten die Träger nun so aussehen, wie auf dem linken Bild. Jetzt wird der Umschlag knappkantig festgesteppt (2). Das kann man von links oder von rechts machen. Ich bevorzuge es von rechts zu machen, da die Naht so hübscher aussieht, von links kann das Ergebnis sauberer sein.



Und fertig ist die kleine Tasche!



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Stoff: Webware aus dem Fundus
verlinkt bei: creadienstag, Kiddikram

1. Februar 2018

Mal was Gestricktes

Bevor ich der Nähsucht verfallen bin, habe ich tatsächlich gestrickt. Das Lustige ist, dass ich das immer wieder höre oder lese und den Meisten geht es wie mir: sie bleiben beim Nähen hängen, weil es einfach schneller geht. Das Gute am Stricken ist aber, dass man es überallhin mitnehmen kann, so war dieses Projekt eigentlich für die Weihnachtsferien gedacht. Ich habe es aber nicht ausgehalten und schon deutlich vor Weihnachten Maschen angeschlagen und losgelegt.



Gestrickt habe ich in den letzten Jahren schon länger nicht mehr, aber dann sah ich beim Shoppen von Bastelkram ein Wollknäuel mit Farbverlauf und es war um mich geschehen. Praktischerweise war auch gleich eine Anleitung dabei, so dass man gleich loslegen konnte.



Es ist tatsächlich mein allererstes gestricktes Tuch und ich war froh um das einfach gehaltene Muster, so konnte ich oft einfach nebenbei stricken ohne Maschen zu zählen.



Diesmal habe ich mir tatsächlich die Mühe gemacht und zum ersten Mal eins meiner Strickwerke gespannt. Das Ergebnis hat mich total überzeugt. Sollte ich demnächst mal wieder stricken, wird das fertige Stück auch wieder gespannt.



Apropos das nächste Strickstück, das Muster erinnert mich ja total an diese Wurm-Mützen. Eine passende Mütze zum Tuch wäre ja eigentlich total angebracht.



Leider habe ich ja eine totale Angst das Tuch wirklich zu benutzen. Nachher bleibe ich mit den feinen Maschen irgendwo hängen und reiße mir das schöne Tuch kaputt. Momentan ist es sowieso etwas zu kühl für das gute Stück, aber im Frühling werde ich meine Bedenken beiseite schieben. Hoffentlich.



Und ja ich habe mir für die Fotos auch schöneren, unberührten Schnee gewünscht. Aber wir hatten hier entweder massenweise schönen Neuschnee und grauen Himmel oder eben Sonne mit nicht mehr schönem Schnee. Ich habe mich dann doch für das bessere Licht entschieden.

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Wolle: Wollknäuel mit Farbverlauf von Panduro Hobby
Anleitung: gab es bei Panduro Hobby gratis dazu
verlinkt bei: RUMS

29. Januar 2018

Babyset aus Raglanjacke, Mütze und Halstuch - ein kleiner Wintergruß

Ich habe keine Zeit mehr zum Nähen oder Bloggen, auch andere Blogbeiträge lese ich nur noch sporadisch. Das liegt daran, dass ich unseren Winter genieße, der dieses Jahr ganz besonders toll ist. Ich weiß alle in südlichen Gefilden werden mich für diesen Post nicht so gerne mögen, aber während es in Mitteleuropa mal wieder hauptsächlich grau und nass ist, werden wir hier oben mit massig Schnee verwöhnt. Alles was ich momentan so zeige und in den letzten Wochen gezeigt habe, ist daher noch im alten Jahr entstanden.



So wie dieses Set zum Beispiel. Genäht habe ich es für die Mutter vom Liebsten, die es wiederum an frischgebackene Eltern weiterverschenkt hat. Wie eigentlich immer für Babys, habe ich auch hier die Schnitte von Klimperklein verwendet.



Das Halstuch gefällt mir persönlich ja ganz besonders. Durch den raffinierten Schnitt sieht es total hübsch aus und wirft Falten wie ein richtiges Dreieckstuch. Ich habe für meine eigenen Babys kaum Halstücher benutzt, aber so eins hätte mir wirklich sehr gut gefallen.



Die Mütze ist natürlich eine Wendemütze und auf der einen Seite mit einem Herz verziert. So im Nachhinein hätte ich das bei dem gestreiften Teil auch tun sollen. Die Jacke ist ebenfalls zum Wenden.



Anders als im Schnittmuster vorgesehen, habe ich dieser Jacke Ärmelbündchen verpasst. Erstens kamen mir die Ärmel nämlich so kurz vor, zweitens finde ich Bündchen einfach praktischer und es pfeift der Wind nicht so rein und drittens sind sie nun ein kleiner Farbtupfer auf der sonst sehr schlichten Jacke.



Meine freie Zeit verbringe ich momentan also sehr selten an der Nähmaschine als vielmehr draußen: beim Schlittschuhlaufen, Schlittenfahren, Langlaufen und allem was der Winter so hergibt. Und fast bin ich traurig darüber, dass es in zwei Monaten schon wieder vorbei sein soll. Aber nur fast. ;-)

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Schnitt: Wendebindemütze von Klimperklein, Raglanjacke aus dem Buch "Nähen mit Jersey - Kinderleicht" und Halstuch aus dem Buch "Nähen mit Jersey - Babyleicht", beide von Klimperklein
Stoff: Sweat und Bündchen von Stoff & Stil, Ringeljersey aus dem Fundus
verlinkt bei: Kiddikram, made4girls, sew-mini, Herzensangelegenheiten

16. Januar 2018

Leckeres für die Küche und den Laden

Unser Kaufladen erfreut sich nachwievor großer Beliebtheit. Es war also eine große Freude als in der Adventszeit nach und nach ein paar zusätzliche Sachen dazu gekommen sind. Auch die Kinderküche wurde ein wenig aufgestockt und manche Sachen lassen sich ja auch sowohl im Laden als auch in der Küche verwenden.



So zum Beispiel diese (Vollkorn-)Nudeln aus Filz. Es gibt sie in zwei Sorten und sie können erst im Lädchen verkauft und später in der Küche gekocht werden. Die Butterpackung ist übrigens auch selbstgemacht. Dazu haben wir einfach die Butter vorsichtig ausgepackt, das Butterpapier gereinigt und um einen alten Schleifklotz gewickelt.



Neues Geschirr gab es auch für die Küche. So können die leckeren Nudeln auch hübsch angerichtet werden. Dazu ein wenig Salat und fertig ist ein ganzes Mittagessen.



Zu den hausgemachten Nudeln gibt es natürlich auch echte italienische Salami. Die Idee und die Verpackung habe ich von dem tollen Blog von Klitzekleinchen.



So aufgehangen macht sich die Wurst besonders gut im Laden. Vielleicht sollte ich da noch mit etwas größeren Wurstrollen aufstocken.



Für die Spielküche gab es dann noch ein paar Spiegeleier. Die sind ja wirklich schnell und einfach zu machen und sehen gut aus. Das mag ich ja immer.



Und guckt mal, was eine Freundin den Kindern geschickt hat: eine echte kleine Süßwarenabteilung für den Laden. Das ist so megasüß und natürlich das absolute Highlight für die Kinder.



Ständig füllen sie Papiertüten mit den selbstgemachten Köstlichkeiten und sind so glücklich als ob sie sich im richtigen Laden eine Tüte Süßes aussuchen konnten. Aber auch der Rest wird gerne eingekauft oder einfach neu sortiert.



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Schnitt: Salami nach dem Schnitt von Klitzekleinchen
Stoff: Filz in unterschiedlichen Stärken und Farben
verlinkt bei: creadienstag

12. Januar 2018

Und noch ein (Hoodie)kleid

Nachdem mir das Hoodiekleid für die Tochter so gut gefallen hat, war schnell klar, dass ich auch eins für meine kleine Cousine zu Weihnachten nähen werde. Der Stoff war schnell ausgesucht und der Plan wurde in die Tat umgesetzt.



Ich habe es hier glaube ich schon öfter geschrieben: wenn man eine 140 statt einer 122 näht, kommt Einem die 122 plötzlich wieder so klein vor. So ging es mir auch diesmal wieder. Kurz hatte ich den Eindruck das Kleid könnte auch mir passen...



Ich habe mich auch dieses Mal für die Variante mit Wickelkragen und Schlitztaschen entschieden. Der Kragen und die Taschen sind mit einem dezenten Pünktchenstoff gefüttert. Und auch sonst ist das Kleid eher schlicht gehalten.



Die Dreiecke an den Taschen habe ich aus SnapPap gemacht. Diesmal habe ich mich für die dunklere Farbe entschieden, das bildet einen schönen Kontrast zum Hauptstoff.



Meine Cousine hat das Kleid schon bekommen und sich sehr gefreut. Und ich freue mich heute, dass ich ihr eine Freude machen konnte. Mal sehen wie lange ich sie noch benähen kann.



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Schnitt: Hoodiekleid mit Kragen statt Kapuze aus dem Buch "Nähen mit Jersey - Klimperklein" von Pauline Dohmen
Stoff: Tulpensweat, Bündchen und Punktejersey von Stoff & Stil, SnapPap von snaply
verlinkt bei: Freutag, made4girls